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Digitalisierung - Recherche und Erfahrungsbericht


Bornheim, 04.04.2018

Digitale Kommunikation - Belege und Dokumente

Digitalisierung der Kommunikation ist eine besondere Herausforderung für kleine Unternehmen im Zusammenspiel mit Lieferanten, Dienstleistern und Behörden.
Photokopie und Postversand oder aber Fax - das ist für viele Partner der Kommunikation in Behörden und bei großen Dienstleistern immer noch der Standard der Kommunikation.
"Ersetzendes Scannen" ist oft noch ein Fremdwort und es fehlen ganz konkrete Vorgaben für die Bearbeitung "zu großer" Originaldokumente bezogen auf das maximale Format eines Scanners
Die Lockerung der Vorschriften bezogen auf eine digitale Signatur bei eMails ist an vielen Ansprechpartnern vorbei gegangen
Wenn schon digitales Archiv, dann aber selbstverständlich mit automatischer Volltextsuche - auch das scheint noch nicht Stand der Technik bei allen Archivanbietern zu sein - die u.a. Kassensysteme speziell unterstützen wollen
Automatische Bereitstellung einer Rechnung per eMail zusätzlich zur Quittung, die an der Ladenkasse ausgestellt wurde, das gibt es bisher nur sehr selten, z.B. bei DM, wäre aber für kleinere Unternehmen äußerst hilfreich.
Beim Großhandel vereinzelt vorhanden ist immerhin ein Kundenportal, aus dem Rechnungen per Download bereitgestellt werden können

Automatische Beleglesung (OCR, Optical Character Recognition) soll hier abschliessend erwähnt werden.
Aus der Sicht kleiner Unternehmen kaum einsetzbar, das liegt klassisch an der Vielfalt der Fonts und Layouts, die in Deutschland üblich sind und an der Preisgestaltung der Anbieter, die wirtschaftlich verständlich Kunden mit hohem Belegvorlumen bevorzugen.

Digitale Kommunikation - Spracheingabe und -ausgabe

In den 90er Jahren gab es erste Lösungen der Spracherkennung: begrenzter Wortschatz, gute Performance, brauchbare Qualität und einmaliger, geringer Kaufpreis.
Heute stellt sich der Markt ganz anders dar
Statt einfach lokal installierbarer Sprachunterstützung für Anwendungen gibt es Web-Services: Sprachunterstützung aus der Cloud (und nicht offline), die einen offenen Wortschatz unterstützt, schlechter in der Performance ist, immer noch bei 5% bis 10% Fehlerquote liegt und auf Dauer kostenpflichtig ist.
Man kann also nicht sagen, dass alles besser geworden ist. Dazu kommt, dass die Anbieterseite sich auf wenige "Megaanbieter" konzentriert, die jeweils eigene und profitorientierte Lösungen bieten unter Vernachlässigung neuer Standards der Sprachunterstützung (Web Speech API).
Die Sprachausgabe ist dagegen wirklich besser geworden, einfach zu nutzen und gut genug in der Qualität.

Digitalisierung im Bürobereich - da ist also noch ein Weg zu gehen. Und wie immer werden die eleganten Komplettlösungen in kleinen Schritten zu erreichen sein, es gibt also keinen Grund, nicht mit ersten Tests in den genannten Techniken Erfahrungen zu sammeln, um dann in absehbarer Zeit entsprechend runde Lösungen der Digitalisierung einzusetzen.

Chatbots, Social Media Analytics und "Realtime Social Media Analytics" sind ja in letzter Zeit in den Fokus der journalistischen Diskussion geraten. Die Diskussion dieser Punkte würde aber hier den Rahmen sprengen.